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NetJets
May 2018

FLUGANGST UND WIE SIE SICH BEWÄLTIGEN LÄSST

„EINE LEICHTE NERVOSITÄT BIS HIN ZU INNERER UNRUHE UND ANGST BEIM FLIEGEN SIND DURCHAUS WEIT VERBREITET. MIT DEM RICHTIGEN WISSEN UND NEUEN DENKMUSTERN LÄSST SICH DIESE ANGST JEDOCH ÜBERWINDEN“, ERKLÄRT JOSH SIMS.
„Ich bin noch nie gerne geflogen“, gibt der Geschäftsmann und NetJets-Eigentümer James Knight zu. „Ich weiß, dass die Angst irrational ist. Andererseits weiß ich auch, dass sie das nicht ist. Vermutlich sind wir nicht für das Fliegen bestimmt.“ Knights Unbehagen beim Fliegen reicht bis in seine Jugend zu einem außergewöhnlich turbulenten Rückflug aus Spanien zurück. „Wissen Sie, ich glaube, keiner ist absolut begeistert davon, in einem Flugzeug zu sitzen – außer den Piloten“, meint er.
                                                                                         
An einen eben solchen, nämlich Richard Parkinson, NetJets' Assistant Chief Pilot der Gulfstream-Flotte, wandte sich Knight mit seinen Bedenken. Parkinson, der an der Entwicklung des angesehenen British-Airways-Kurses zur Überwindung von Flugangst beteiligt war, hat nun für NetJets einen ähnlichen Workshop entwickelt. Bei diesem Kurs werden den Teilnehmern nützliche Einblicke in die Luftfahrtphysiologie und Fluggastpsychologie vermittelt.
                                                                                         
„Sie müssen verstehen, wie ein Flugzeug fliegt. Warum es sich so bewegt, wie es sich bewegt, und was Turbulenzen und deren mögliche Auswirkungen sind,“ sagt Parkinson. Er betont zudem, wie wichtig es ist, Fehlvorstellungen auszuräumen. Wie er erklärt, werden einige Aspekte des Fliegens häufig missverstanden. Dazu gehört beispielsweise auch die Biegung der Tragflächen während des Fluges. Viele Menschen, die an Flugangst leiden, denken, dass eine solche Biegung nicht passieren dürfe. Dabei ist sie für das Fliegen von essenzieller Bedeutung.
                                                                                         
Er räumt jedoch ein, dass mechanisches Verständnis nur ein kleiner Teil des Angstbewältigungsprozesses ist. Und das trotz der Vorteile, die das Fliegen in einem Kleinflugzeug mit sich bringt: Turbulenzen werden natürlich leichter wahrgenommen, doch das Flugzeug ist klein genug und leistungsfähig genug, um sie gänzlich zu vermeiden. Dazu kommt die Flexibilität, Flüge verzögern oder, wenn nötig, Flugzeuge umkehren lassen zu können. „Sie können Menschen, die an Flugangst leiden, alle möglichen Statistiken zur Sicherheit vorlegen und es ändert für sie überhaupt nichts,“ sagt Knight. Tatsächlich sterben mehr Menschen bei einem Sturz aus dem Bett als bei Flugzeugabstürzen. „Tatsache ist, dass ihr Flug immer noch derjenige sein könnte, der in Schwierigkeiten gerät.”
 
Quote Open„Um Flugangst zu überwinden, müssen Sie verstehen, wie ein Flugzeug fliegt und was genau Turbulenzen sind.“Quote Closed


Wie Parkinson betont, richtet sich die Angst der meisten Betroffenen weniger auf das Fliegen per se, sondern auf die Angsterfahrung und den damit einhergehenden Kampf- oder Fluchtmechanismus. Dieser führt zur einer kontinuierlichen Ausschüttung von Adrenalin über viele Flugstunden hinweg, worunter der Betroffene ganz erheblich leidet. Häufig geht diese Angst auf ein Gefühl des Kontrollverlustes zurück, der „möglicherweise ein besonderes Problem für NetJets-Eigentümer darstellt, die im Berufsleben häufig Kontrollfunktionen innehaben,” wie Knight anmerkt. „Auf kommerziellen Flügen ist es natürlich noch schlimmer. Bei NetJets ist die Angst geringer, da man sich als Teil des ganzen Prozesses fühlt. Allein die Tatsache, dass man die Piloten im Blick hat, gibt einem ein viel besseres Gefühl.“
              
Die klinische Psychologin Elaine Iljon Foreman, die seit 40 Jahren Patienten mit Flugangst behandelt, erklärt, dass das Gefühl des Kontrollverlustes in zweifacher Hinsicht wahrgenommen wird: Zum einen geht es um den Verlust der inneren Kontrolle –die Angst, beispielsweise eine Panikattacke oder Schlimmeres zu erleiden – und zum anderen ist da die Angst, nichts gegen eine von außen kommende Gefahr unternehmen zu können, sollte das Flugzeug in Schwierigkeiten geraten. „Die meisten von uns haben in den meisten Situationen, sei es auf einem Schiff oder in einem Auto, das Gefühl, aktiv in das Geschehen eingreifen zu können. In einem Flugzeug ist das jedoch selten der Fall“, führt sie weiter aus. „Es ist eine Frage der Wahrnehmung und der Akzeptanz von Ungewissheiten. Das bedeutet, dass Sie nicht nur die Absurdität Ihrer Gefühle erkennen, sondern sich mit ihnen auseinandersetzen müssen, um Ihre eigenen Denkmuster zu verstehen: Welche meiner Gedanken und Handlungen verschärfen das Problem?“
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„Die Angst vor dem Fliegen geht häufig auf ein Gefühl des Kontrollverlustes zurück. Es ist eine Frage der Wahrnehmung und der Akzeptanz von Ungewissheiten.“
Elaine Iljon ForemanQuote Closed
Foreman rät nervösen Fluggästen, sich daran zu erinnern, welche Vorteile ihnen das Fliegen bringt, sich während des Fluges abzulenken und – gemäß den Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie – ihre Ängste zu hinterfragen, um festzustellen, dass sie größtenteils unbegründet sind. Parkinson hat noch einen weiteren, praktischen Rat: Achten Sie auf eine gleichmäßige Atmung. Er lehrt zudem eine erstaunliche Übung, bei der es um das Anspannen und Lockern der Gesäßhälften geht. Er rät davon ab, Medikamente einzunehmen, die sich an die Symptome anstatt die Ursache richten, und er warnt vor zu viel Alkohol, „da sich dessen Wirkung in der Luft auf das Doppelte verstärkt. Der daraus resultierende Kater wird später häufig der Flugerfahrung zugeschrieben,“ berichtet er weiter.

Die entscheidende Frage ist: Was davon funktioniert wirklich? „Ich habe durch den Erwerb zusätzlichen Wissens und der Auseinandersetzung mit meinen Bedenken auf jeden Fall das Gefühl, mehr involviert zu sein. Es beruhigt mich zu sehen, wie gut die Piloten alles im Griff haben. Könnten sie diese Souveränität nicht ausstrahlen, würden auch die schönen Ledersitze wenig nützen,” meint Knight. „Ich denke, ich habe eine 180-Grad-Wende geschafft. Aus meiner anfänglichen Angst ist inzwischen sogar Vorfreude auf meinen nächsten Flug geworden.“
                                                                          
                                                           
                                            
                             
 

 

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